Trauerzeit erleben

Lähmende Leere

Trauer lähmt, macht alles leiser und dumpfer. Das stimmt sogar - die Sinne des Menschen sind in der akuten Trauerphase weniger empfänglich. Worte und Phrasen helfen selten und werden meistens als störend empfunden. Der Trauernde sollte sich nur das zumuten, was möglich ist: Wer nicht reden will, schweigt, wer nicht essen will, verzichtet. Die einfachste Nahrung sind in dieser Zeit wärmende Suppen, die das Gefühl der inneren Kälte etwas mildern.
Der Schmerz kommt in Wellen - daher mag es an einem Tag guttun, spazieren zu gehen - und am nächsten Morgen kann bereits das Aufstehen Unternehmung genug sein. Hören Sie auf Ihre Bedürfnisse.

Beerdigung und Feierlichkeiten

Der Leere kann man oft im Trauerfall nicht viel Raum geben, weil die Trauerfeierlichkeiten organisiert werden müssen. Welche Art der Beisetzung wird geplant, wer wird informiert, soll eine Anzeige verfasst werden? Viele Aufgaben übernehmen auch die Bestattungsinstitute. Es kann aber gerade jetzt hilfreich sein, Adressen von Trauerkarten handschriftlich auf Briefumschläge zu schreiben - die konzentrierte, leichte Arbeit macht die Trauer plastischer erlebbar.
Die Feierlichkeiten selbst versuchen Trauernde im Sinne des Verstorbenen zu organisieren. Kommt es dabei zu Unstimmigkeiten zwischen Verwandten, hilft es, sich auf den kleinsten gemeinsamen Nenner zu einigen. Streitigkeiten über Blumenschmuck und Musikauswahl sind fehl am Platz - wenn es dazu kommt, sollte man bedenken, dass jeder Mensch auf seine Art und Weise mit der Trauer umgeht.
Es ist eine schöne Geste, bei einer Beerdigung Trauerkerzen anzuzünden, die die Trauergäste mit nachhause nehmen können. Trauerkerzen von schenkliebe.de können individuell bedruckt werden. Beisetzungen entwickeln oft eine eigene Dynamik, denn auch die Trauergäste selbst bringen neue Impulse und Emotionen mit. Es ist förderlich für die Verarbeitung, wenn niemand mit leeren Händen von der Feier heimgehen muss, sondern sich an einer Kerze oder einem kleinen Handout festhalten kann.

Trauer im Wandel der Zeit

Mit der Trauer durchlebt man alle Jahreszeiten neu. Der Trauernde glaubt, die schlimmste Phase überwunden zu haben - aber dann fällt der erste Schnee und die Erinnerungen kommen intensiv zurück. Darauf sollte man gefasst sein - jede Jahreszeit hält andere Impulse für die Trauer bereit. Wer mag, zündet sich in dieser Phase seine Trauerkerze noch einmal an, besucht die Grabstätte oder hält sich an Plätzen gemeinsamer Erinnerung auf. Der Umgang mit Trauer kann sich mit der Zeit in freundschaftliche Wehmut wandeln.