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Vorsorge für den Pflegefall

Es kann jeden ohne Vorwarnung treffen. Besonders im Alter, aber auch durch Krankheit und Unfälle werden viele Menschen zu Pflegefällen. Eine Pflege ist immer auch mit Kosten verbunden, egal ob diese im Pflegeheim, zu Hause durch geschultes Personal oder durch Verwandte durchgeführt wird. Deshalb sollte man sich frühzeitig um eine Pflegevorsorge bemühen.

Welche Kosten kommen auf einen Pflegefall zu?

Natürlich hängen die Kosten für einen Pflegefall immer von seiner Bedürftigkeit ab. Menschen, die aufgrund schwerer Krankheiten wie Alzheimer nicht mehr in der Lage sind, einfachste Tätigkeiten zu erledigen, werden häufig in einem Pflegeheim betreut. Dieses kostet monatlich einen gewissen Betrag, der auch davon abhängt, welche Pflege benötigt wird. Auch für Pflegefälle, die weiterhin zu Hause leben, wird Geld für Personal fällig, beispielsweise wenn ein Pflegedienst wie die Deutsche Seniorenbetreuung beauftragt wird. Hinzu können noch Kosten für Medikamente und Hilfsmittel wie Duschhilfen oder Toilettensitze kommen.

Jeder Arbeitnehmer muss in die Pflegekasse einzahlen

Wie die gesetzliche Rentenversicherung gibt es in Deutschland auch eine Pflegeversicherung. Jeder Arbeitnehmer ist dazu verpflichtet, in diese einzubezahlen. Wird er zum Pflegefall, erhält er aus dieser Kasse einen monatlichen Betrag. Dieser richtet sich nach dem jeweiligen Pflegegrad, der anhand verschiedener Kriterien des körperlichen und geistigen Zustands eines Patienten festgelegt wird. Der Betroffene erhält Zuschläge, ob er nun zu Hause von Angehörigen oder von geschultem Personal im Pflegeheim gepflegt wird. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit verschiedene Pflegesachleistungen in Anspruch zu nehmen.

Welche finanziellen Mittel werden sonst noch zur Verfügung gestellt?

Neben der Pflegekasse leisten auch die meisten Krankenkassen einen Beitrag zur Pflege ihrer Mitglieder. In vielen Fällen reicht aber auch dieser Betrag nicht aus, um die Kosten für die Pflege vollständig zu decken. Dann stehen die Kinder in der Pflicht, ihren bedürftigen Eltern finanziell zur Seite zu stehen. Gleichzeitig gibt es aber auch noch die Möglichkeit Sozialhilfe zu beantragen. Wer seine Verwandten nicht finanziell belasten möchte, sollte sich aber schon früh um eine zusätzliche Altersvorsorge kümmern.

Wie sinnvoll sind Pflegepolicen?

Neben der Pflegeversicherung gibt es auch die Möglichkeit, privat für einen Pflegefall vorzusorgen, in Form einer Pflegepolice. Bei diesen zahlt man einen monatlichen Beitrag und kann im Fall, dass man pflegbedürftig wird, mit finanzieller Unterstützung rechnen. Doch Experten raten dazu, die Konditionen entsprechender Policen eingehend zu prüfen. Oftmals handelt es sich bei auf den ersten Blick sinnvollen Angeboten nämlich um versteckte Kostenfallen. Bei ihnen steigt zum Beispiel der Beitrag im Alter rapide an. Dennoch ist es immer sinnvoll, sich privat um eine Vorsorge für die Zukunft zu kümmern. So ist beispielsweise die staatlich geförderte Riesterrente eine gute Möglichkeit, schon früh in die eigene Zukunft zu investieren.

Fazit

Aufgrund des demographischen Wandels gibt es in Deutschland immer mehr pflegebedürftige Senioren. Diese werden durch die Pflegeversicherung und die Krankenkasse finanziell unterstützt. Reichen diese Zuschüsse jedoch nicht aus, um die Kosten für die Pflege zu stemmen, müssen die Kinder einspringen oder der Bedürftige muss Sozialhilfe beantragen. Da eine Pflege sehr kostenintensiv sein kann, macht es Sinn, sich schon frühzeitig um eine private Vorsorge zu kümmern.