Was bei einer Bestattung zu beachten ist

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Wenn ein Mensch gegangen ist, fällt es den nächsten Angehörigen oft schwer, mit klarem Kopf Entscheidungen zu treffen. Umso mehr der Tod unerwartet eintrat, überwiegen Schock und Schmerz, sodass sie schier ohnmächtig vor der Frage stehen: Was ist zu tun, um Formalitäten zu erledigen und die Bestattung zu organisieren.

Ein Trauerfall - die ersten Schritte
Verantwortlich für die Bestattung sind die nächsten Angehörigen. Drücken können sie sich davor nicht, denn in Deutschland besteht dazu eine gesetzliche Pflicht. Als erstes trifft es den Ehepartner. Ist der nicht vorhanden, sind die nachfolgenden Verwandten an der Reihe: die Kinder, dann die Eltern, Geschwister, Großeltern und zuletzt sind die Enkel dran. Diese Hinterbliebenen entscheiden auch, welche Art der Bestattung sie vornehmen wollen. Das kann eine Erdbestattung, eine Urnenbestattung, eine See- oder Baumbestattung sein. Zu berücksichtigen ist hierbei der Wille des Verstorbenen, so er sich zu Lebzeiten dazu geäußert hat. Doch egal auf wie, in jedem Fall müssen die Verantwortlichen den Leichnam in der Regel innerhalb 36 Stunden an ein Bestattungsinstitut überführen. Vorzulegen sind dabei der vom Arzt ausgestellte Totenschein und die standesamtliche Sterbeurkunde. Dies alles organisiert zu haben bedeutet jedoch nicht, dass die Verwandten die Bestattung auch bezahlen müssen. Das haben im Nachhinein die Erben zu übernehmen.


Bestattung und Beileid
Sind die Angehörigen aufgrund ihrer seelischen Belastung nicht in der Lage, die Bestattung in die Wege zu leiten, können sie die Organisation von Anfang an in die Hände von Profis legen. Am besten sie wenden sich an ein Beerdigungsinstitut ihres Vertrauens, das dann auch die Durchführung der feierlichen Bestattungsprozedur übernimmt. Diese beginnt mit einer Trauerfeier, die, je nach weltanschaulicher Ausrichtung des Verstorbenen, entweder in der Kirche, der Friedhofskapelle oder in den Räumen des Bestatters stattfindet. Beachten sollten die Organisatoren dabei die Sitzordnung. Ganz vorn nehmen die unmittelbaren Angehörigen Platz, dahinter Verwandte sowie enge Freunde und in den letzten Reihen Bekannte bzw. Arbeitskollegen. Bei der nachfolgenden Beisetzung werfen die Anwesenden eine Handvoll Erde oder eine Rose auf den Sarg respektive die Urne. Stellen sich die Hinterbliebenen direkt am Grab auf, ist es ausreichend, ihnen mit den Worten "Mein Beileid" die Hand zu reichen. Bleiben sie nicht stehen, bzw. haben in der Traueranzeige darum gebeten, von Beileidsbekundungen abzusehen, muss man das respektieren. Das Absenden von Trauerkarten reicht dann aus.


Trauerkaffee und wie geht es weiter?
Einer alten Tradition folgend, laden im Anschluss die Angehörigen zum sogenannten 
Trauerkaffee ein. Die Zusammenkunft stellt einen wichtigen Teil der Bestattungszeremonie dar. Die Trauernden sprechen über den Verstorbenen, tauschen Erinnerungen aus und verarbeiten damit ihre Trauer. Auch in dieser abschließenden Phase heißt es für die Gäste, rücksichtsvoll Etikette zu bewahren. Selbst wenn die Stimmung aufgelockert sein sollte, bedeutet das nicht, dass die unmittelbar Betroffenen ihren Schmerz überwunden haben. Ihr Leid, insbesondere bei Ehepartnern, kann mitunter Jahre dauern und professionellen Beistandes bedürfen. Bei der Überwindung des Verlustes stellt für sie auch das Grab und seine anschließende Pflege eine Hilfe dar. Allerdings, das zeigen aktuelle Statistiken, müssen Hinterbliebene zunehmend darauf verzichten, denn viele wünschen, dass man sie auf See oder lieber noch neben einem Baum begräbt.